Führungskräfteansprache durch SBV ohne Einbindung des Personalbereichs (Umgang mit Arbeitgeber)
Hallo zusammen,
ich wäre für etwas Rückendeckung dankbar...
Ausgangssituation: Unternehmen der privaten Wirtschaft mit über 1000 Beschäftigten, Quote zu 2-3 Prozent erfüllt.
Ausgangssachverhalt: Nach Langzeiterkrankung möchte sich der AG von einer Kollegin mit Schwerbehinderung trennen, mit der es aus seiner Sicht bereits vor der Erkrankung die Zusammenarbeit aus persönlichen Gründen nicht mehr möglich gewesen sei. Im Rückkehrgespräch wurde der Kollegin überraschend ein Aufhebungsvertrag angeboten. Dieses Angebot hat sie abgelehnt. Hamburger Modell-Antrag wurde abgelehnt, ein BEM-Angebot gab es bisher nicht. Die Kollegin ist nach einem Monat jetzt erstmal im (Rest-)urlaub und kehrt im Januar an den Arbeitsplatz zurück. Sie soll dann als Springerin eingesetzt werden und damit einen besonders stressigen Job machen, der ihrer gesundheitlichen Situation nicht angemessen ist. Sehr deutlich ist daher, dass sie ausgesteuert werden soll. Die SBV ist auf die Führungskraft zugegangen und hat einen Termin für ein Rückkehr-Unterstützungsgespräch zwischen SBV, Führungskraft und Kollegin in Outlook eingestellt. Der für den AG zuständige Personal-Business Partner wirft der SBV vor, nicht vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und den Sachverhalt zu verdrehen. Es sei erforderlich, dass der Arbeitgeber bei Kontakt mit den Führungskräften einzubinden sei. Ein Alleingang der SBV wäre nicht zu tolerieren, die Führungskräfte seien verunsichert und wüssten nicht, wie sie mit der SBV umzugehen hätten. Grundsätzlich könne es nicht sein, dass die SBV einfach so Gespräche mit Führungskräften führe.
Der Arbeitgeber bittet die SBV unter Bezugnahme auf den geschilderten Fall zu einem Gespräch (1 SBV, 2 Vertreter des Arbeitgebers - Personalleiter und Business Partner).
Ich habe damit zwei Mal kein gutes Gefühl:
1. es fühlt sich bedrohlich an und nach einem Versuch, die SBV in Schranken zu weisen (die Frage ist, ob es diese Schranken tatsächlich oder nur der Meinung des AG nach gibt)
2. Mit einer Machtdemonstration wird versucht, die Unterstützung der SBV für die Mitarbeiterin zu schwächen
Frage: Darf der Arbeitgeber von der SBV verlangen, dass sie mit Führungskräften nur im Beisein oder unter Einbeziehung der zuständigen Business Partner (PersonalbetreuerInnen)in Kontakt tritt?
Wie würdet ihr euch verhalten, habt ihr vergleichbares erlebt?
Vielen Dank!