GesamtSchwV ist jetzt Chef über Örtliche SchwV (Wahlen)
Hallo,
seit der Wahl diese Woche geht alles bei uns rund und die Kollegen bleiben auf der Strecke. Diese Woche wurde die Gesamtschwerbehindertenvertretung gewählt. Diese Person muss von Anfang an den Auftrag vom derzeitigen Chef bekommen haben.
Nach dieser Wahl wurde uns gesagt, das ab sofort alle anerkannte Kollegen erst mit ihm sprechen müssen. Dann würde er entscheiden, was gemacht wird und ob die sich dann an die örtliche Vertretung wenden können. Ebenfalls wurden alle SGB IX lose Blattsammlungen gekündigt. Grund dieser Kündigung ist, das diese lose Blattsammlung zu teuer ist und man zuviel Arbeitszeit für das einsortieren daraufging. Es würde reichen, wenn er diese Gesetze hätte. Weiterhin wurde uns mitgeteilt, keinen Kollegen mehr zu helfen, die nicht mindestens gleichgestellt sind oder einen anerkannten Grad der Behinderung hätten. Des weiteren wurde untersagt, das wir zu den Kollegen fahren (oft sind diese an anderen Standorten und nicht im Haupthaus). Die Kollegen müssten in Zukunft erst selber die Anträge stellen.
Desweiteren muss ich alle Dinge wie Zeitschriften, Bücher etc. an ihn abgeben. Er kontrolliert dann dies und wird nur dann das als Gut per Umlauf an die örtlichen Vertretungen rausgeben.
Des weiteren sollen wir in Zukunft die Genehmigung der Dienstreisen über ihn laufen. Desweiteren würde ja reichen, wenn er zu den Treffen der Schwerbehindertenvertretungen fährt und dann anschließend uns informiert. Sogar heute, wo ich ihm einen Termin von einer Personalversammlung nannte (wo der Chef auch da wäre), wurde ich von ihm gefragt, warum ich dies ihn nicht früher gesagt habe. Jetzt müsste er erstmal den Chef fragen, was da los wäre. Aber auf alle Fälle sagte er mir, das dies Ärger gibt, da ich in nicht Informiert hätte.
In Zukunft wird es bei uns so sein, das der örtliche Personalrat, die örtliche Personalstelle etc. erst ihm alles vorlegt. Erst dann entscheidet er. Mir ist auch bereits aufgefallen, das er sogar seine Vertretung nicht informiert.
Ich weiß nicht, wie ich mich in Zukunft verhalten soll. Auf alle Fälle weiss ich, das ich mir dies nicht gefallen lasse und dagegen etwas unternehme. Mir ist klar, das dies sogar zu einer Kündigung führen kann. Für mich ist er nicht mein Chef und ich selber entscheide, wie, wann und wo ich den Kollegen helfe. Auf alle Fälle erhält er von mir keinerlei Info und auch keine Unterlagen.
Aber ich werde nur dagegen angehen und meine örtliche Vertretung nicht zurückgeben. Wenn ich dies machen würde, dann hätte er gewonnen.
Viele Grüße
