Wahlmanipulation (Wahlen)
Hallo zusammen,
letzte Woche sind bei uns die SBV-Wahlen durchgeführt worden. Ich habe selber für die Stellvertretung kandidiert. Vor vier Jahren war ich noch Gesamtschwerbehindertenvertreter und bin danach bei der Wahl als Vertrauensperson knapp unterlegen gewesen.
Bei der diesjährigen Wahl hat es sowohl für die Vertrauensperson als auch für die Wahl der drei Vertreter eindeutige Wahlergebnisse gegeben. Von 113 abgegebenen Stimmen hat die Vertrauensperson 106 und die 1. Stellvertretung 104 Stimmen bekommen. Ich habe mal gerade 2 Stimmen bekommen.
Der Gegenkandidat bei der Wahl der Vertrauensperson und ich haben der öffentlichen Wahlauszählung beigewohnt und dort keine Unregelmäßigkeit erkennen können. Aus den Gesprächen mit fast 90 Wahlberechtigten im Vorfeld der Wahl hatten wir aber ein anderes Ergebnis erwartet. Bei einer Nachfrage der uns bekannten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben wir mittlerweile über 40 Rückmeldungen, dass die Personen mich und den einzigen Gegenkandidaten für die Vertrauensperson gewählt haben, bei Bedarf auch als eidesstattliche Erklärung. Das veröffentliche Ergebnis stösst auf großes Unverständnis in der Belegschaft und dem betroffenen Kreis und lässt uns mich zu dem Schluss kommen, dass die Wahl manipuliert worden ist.
Es ist ja nicht so, dass ich keine Akzeptanz hier im Unternehmen habe, dass zeigt mir die Tatsache, dass ich dieses Jahr zum stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden und Vorsitzenden des Personalausschusses gewählt worden bin. Und das bei über 5.600 MitarbeiterInnen.
Eine zivilrechtliche Klage wegen Wahlfälschung habe ich schon eingereicht. Eine Anfechtung beim Arbeitsgericht könnnen ja nur mindestens drei Wahlberechtigte angehen. Das wird nächste Woche erfolgen.
Frage ist, wer übernimmt hierfür die Kosten?