Stellvertretung (Stellvertreter/in)

Apanatshi, Bayern, Thursday, 09.08.2007, 10:37 (vor 7012 Tagen) @ hackenberger

Hallo Bernhard,

ich kann Deine Vorgehensweise nur bestätigen. Bis dato habe ich auch so gehandelt und Prioritäten gesetzt was die berufliche Tätigkeit und die Wahrnehmung der Aufgaben als SBV betrifft und habe einige Dinge nicht wahrgenommen, weil sie mir momentan nicht wichtig erschienen oder habe sie an die Stellvertretung, ja sogar an den Betriebsrat delegiert. Ich hatte bisher auch keine Probleme, manche Termine auch außerhalb meiner Arbeitszeit zu legen, besonders bei den Personen, die nicht während der Arbeitszeit die SBV aufsuchen wollen. Auch wurden Anträge an Rehaträger, Arbeitsamt/Mehrfachanrechnung/Gleichstellung und an das Integrationsamt ausschließlich von mir bearbeitet und für das lfd. Jahr sind mit mehr als 40000€ an Zuschüssen zu rechnen. Ich fordere vom Arbeitgeber ein Mindestmaß an Zusammenarbeit, was er mir verweigert. Verstöße allein gegen §95, 96 sind an der Tagesordnung, es werden Informationen vorenthalten usw. Könnte eine lange Liste aufführen. Diese extreme Verhaltensänderung ist eingetreten, nachdem ein WEchsel in der Führungsriege erfolgt ist. Vorher waren viele Dinge so geregelt, dass man bzw. ich als SBV damit leben konnte und nicht in meiner Arbeit behindert worden bin. Dies ist nicht mehr gegeben. Bewerbungsunterlagen werden der SBV 3 Tage vor Bewerbungsgespräch ausgehändigt ...., personelle Entscheidungen werden ohne Einbeziehung der SBV getroffen etc., Selbst Betriebsvereinbarungen werden nicht mehr eingehalten!
Ich bin was Zusammenarbeit betrifft in Vorleistung getreten und wurde in den letzten Monaten direkt und indirekt behindert und nicht zuletzt persönlich als Arbeitnehmerin und SBV unter Druck gesetzt worden. Leider wird der Weg unter Umständen, wenn es nicht eine Kehrtwendung in absehbarer Zeit gibt, zu arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen kommen, was ich nicht gerne anstrebe. Im anderen Fall mache ich mich aber unglaubwürdig, darüber sind wir uns ja wohl einig> Geredet, geschrieben und verhandelt wurde nun genug. Dies wird auch vom Betriebsrat so vertreten.
Gruß A.


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