Behinderung der Schwerbehindertentätigkeit, Räumliche Unterbringen (Allgemeines)

Apanatshi, Bayern, Tuesday, 11.09.2012, 17:14 (vor 5154 Tagen)

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute kommt ich mal mit einem vielleicht nicht alltäglichen Problem. Hierzu eine kleine erklärende Vorgeschichte:
Ich habe folgende Ehrenämter -
a) Schwerbehindertenvertretung ohne Freistellung bei über 100 SBs
b) Betriebsrätin (ohne Freistellung)
Ich habe folgende vertragliche Aufgaben
a) Sekretariat des Betriebsrates mit 4 Std. tägl.
b) Leiterin des Betrieblichen Eingliederungsmanagements mit 4 Std. täglich sowie Projektleiterin eines Gesundheitszirkels;-)
Also Aufgaben, die alle ziemlich fordern und letztendlich auch mit viel Parteiverkehr verbunden sind und zwar mit internen Personen wie auch externen (Integrationsamt, ifd, Krankenkassen, etc.)
aufgrund eines notwendigen Umzugs unserer Räumlichkeiten wurden meine Räumlichkeiten, wie die des BRs in einen Bereich verlegt, der für manchen, auch für Mitarbeiter des Klinikums, gewöhnungsbedürftig sein dürfte.
Nämlich zwischen Sezierraum, Verabschiedungsräumen und Aufbahrungsraum, gleichzeitig aber auch der Transportweg unserer Zentrallagers, ramponiert und verdreckt.
-Vor meinem Büro befindet sich keine Wartezone mit Sitzgelegenheit (besonders für Leute mit handicap problematisch)
-Der Datenschutz ist derzeit nicht gewährleistet
-Besprechungen mit mehr als 2 Personen können nicht in meinem Büro unter zumutbaren Bedingungen geführt werden, es muss ggrf. nach anderen Räumlichkeiten gesucht werden, was sehr meine Arbeit erschwert und eine kurzfristige Planung verhindert.
-Arbeiten müssen unter diesen Umständen doppelt gemacht werden, weil mir die erforderlichen Unterlagen, wenn Bürofern, nicht vorliegen, Aufgaben können nicht zügig abgearbeitet werden, zusätzliche Arbeitsverdichtung.
- als i-tüpferl kommt noch hinzu, dass sich irgendwelche Dämpfe in unseren Räumlichkeiten befinden, die uns alle erhebliche Beschwerden bereiten, auch noch nach fast 3 Wochen (Atemwege gereizt, Schnupfen, Halsschmerzen, Verlust der Stimme, Kopfschmerzen, Benommenheit, Magenschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit u.v.m.
Eine Tatsache, die uns alle sehr belastet, zumal noch vollkommen unklar ist, von was das kommt. Untersuchungen sind für nächste Woche anberaumt.
Es wurde zwar schon eine Beschwerde an die Geschäftsführung geschrieben mit allen Punkten, die aus meiner Sicht nicht akzeptabel sind. Aber bisher wurde nicht besonders darauf reagiert, außer die geplanten Tests. Der Rest sei zumutbar, aufgrund der bestehenden Raumnot>!
Für mich stellt sich nun die Frage, habe ich alles ausgeschöpft, was rechtlich möglich ist. Soll ich das Integrationsamt noch einbeziehen und um Unterstützung bitten> Im Moment komm ich mir ziemlich hilflos vor und fürchte, dass ich aus der Nummer nicht mehr raus komm. Meine einzige Hoffnung ist letztendlich ein positiver Test auf Schadstoffe - denn dann muss der Arbeitgeber uns was anderes zuweisen.
Vielleicht hat ja einer von Euch noch einen hilfreichen Tipp, der mich in irgendeiner Weise weiterbringt - manchmal ist man ja betriebsblind, vor allem wenn es um einen selbst geht.
Würde mich freuen, einen hilfreichen Hinweis zu bekommen!

Es grüßt eine z.Zt. ziemlich ramponierte und krankgeschriebene SBV.
Andrea


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