Gesamtschwerbehindertenvertreter (Wahlen)
Hallo Wolfi,
ich arbeite in einer Firma, die Niederlassungen im gesamten Bundesgebiet hat. Es gibt in den jeweiligen Niederlassungen nur 1-3 schwerbehinderte MA (außer eine mit 19 SB-MA). Unsere Firma hat einen Gesamt-Betriebsrat und wir haben auch eine Gesamt-SBV. In dieser Gesamt-SBV gab es ursprünglich 3 Mitstreiter, eine Berliner Kollegin als Vertrauensfrau sowie ein süddeutscher Kollege und ich (Erfurt) als 1. und 2. Stellvertreter. Der süddeutsche Kollege, der 1. Stellv. war, ist mittlerweile aus Altersgründen ausgeschieden, so dass ich zum 1. Stellv. "aufgestiegen"/nachgerückt bin.
Auch bei uns steht in diesem Jahr die Neuwahl der SBV an. Meine Berliner Kollegin und ich wollen auf jeden Fall wieder eine aus drei Mitgliedern bestehende Gesamt-SBV, weil sich dann die Arbeit einfach gebietsmäßig besser verteilt.
SBVen in den einzelnen Betriebsteilen/Lokationen gibt es nicht, weil zuwenig schwerbehinderte Mitarbeiter pro Lokation arbeiten. Wie oben erwähnt, gibt es eine Lokation mit (mittlerweile) 19 schwerbehinderten Mitarbeitern, so dass wir eigentlich eine eigene SBV dort wählen müßten. Es ist die Lokation, in der ich selbst arbeite. Aus meiner bisherigen Erfahrung kann ich sagen, dass wir (obwohl viel mehr schwerbehinderte MA als in den anderen Lokationen) relativ wenig Anfragen bekommen, die ich bisher im Rahmen der Gesamt-SBV abgearbeitet habe. Wir haben das Thema auch auf jeder Jahresversammlung zur Diskussion gestellt und nie befand auch nur ein Einziger, dass wir in Erfurt eine eigene SBV bräuchten. Ich bin mir nicht sicher, ob das vom Gesetz her so 100%-ig richtig ist. Aber in unserer alltäglichen Praxis hat es sich als gut und praktikabel erwiesen, "nur" eine Gesamt-SBV zu haben.
Viele Grüße
Claudia