Leidensgerechter Arbeitsplatz + Arbeitslos bis Renteneintritt ? (Allgemeines)

Phönix, NRW, Tuesday, 05.03.2024, 01:04 (vor 106 Tagen) @ Nobi69

Im Grundsatz ist es erstmal nicht falsch, wenn verschiedene Optionen diskutiert werden und manch mal kann ein Auflösungsvertrag, eine Altersteilzeitregelung oder das Ausnutzen von Ansprüchen aus der Arbeitslosenversicherung ein Weg sein, welcher einem älteren und gesundheitlich angeschlagenen Mitarbeitenden vorzeitig in die Altersrente führt, wenn auch mit Abschlägen. Wenn es keine Einigung gibt, bleibt häufig nur die Kündigung, bei der man die Abfindung noch erstreiten muss.

Auch würde ich hier die zeitliche Befristung eines leidensgerechten Arbeitsplatzes nicht für sich betrachten, sondern als Teil von einem Gesamtpaket. Wenn ein solcher Arbeitsplatz für Zeitraum X zur Verfügung gestellt werden kann und im Anschluss unter Ausnutzung von Ansprüchen aus der Arbeitslosenversicherung der Übergang in die vorgezogene Altersrente gelingt, kann dies eine gute Möglichkeit sein. Bei einem Auflösungsvertrag würde ich auch von der Zahlung einer Abfindung ausgehen, denn mit dem Auflösungsvertrag kann auch zunächst eine Sperre bei der Bundesagentur für Arbeit einhergehen und dies muss auch ausgeglichen werden. Entsprechend höher sollte die Abfindungssumme ausfallen.

Für manche Arbeitgeber ist es sehr schwer einen leidensgerechten Arbeitsplatz einzurichten. Wenn die Grenze des Zumutbaren beim Arbeitgeber erreicht ist, muss man andere Lösungen suchen und finden. Überspitzt betrachtet, muss kein Arbeitgeber eine "Krabbelgruppe" für Mitarbeiter einrichten, die ihren Job nicht mehr ausüben und in der diese die Zeit bis zur regulären Rente mit vollen Bezügen absitzen können.

Letztlich ist es für die Arbeit der SBV auch wertvoll, wenn man weiß, dass es leidensgerechte Arbeitsplätze gibt, die eben nicht über längere Zeiträume belegt sind, denn es gibt noch mehr Mitarbeitende, für die man Lösungen sucht.

Gruß
Phönix


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