Schwieriger Fall?! Kündigungsabsicht wegen Datenschutzverstoß ... (Kündigung)

pikdame, Thursday, 02.05.2024, 17:43 (vor 45 Tagen)

Hallo,

bei uns soll eine schwerbehinderte AN in der Probezeit gekündigt werden, da er sich ohne berechtigtes Interesse, Personen in einem amtlichen Verzeichnis, auf das ein Teil unserer Behörde Zugriff hat, aufgerufen haben.

Sie sagt, dass das nur z. T. stimmt, manche Personen hat sie aufgerufen, weil Kollegen ihr gesagt haben, dass sie diese aufrufen soll, damit sie sich die mal zwecks Lernzwecke anschauen kann. Das verneinen aber die Kollegen.

Und ja, sie gibt zu, sich Personen angeschaut zu haben, ohne dass sie es aus dienstlichen Gründen musste. Da liegt also ein Datenschutzverstoß vor und der Arbeitgeber sieht aufgrunddessen das Vertrauensverhältnis als erschüttert an.

Jetzt haben wir erfahren, dass sie ADHS hat und ihr Outing uns gegenüber fiel ihr unter Tränen sichtlich schwer (sie outete sich gegenüber dem AG selbst und dann nochmal uns gegenüber). Aufgrund des ADHS hat sie Störung der Impulskontrolle und agiert, reagiert oft sehr impulsiv, trotz Medikamenten, die sie ja nicht "tot" machen, aber durchaus ruhiger, besonnener, nur ist da noch immer, leider oder auch glücklicherweise, ein Rest Impulsivität und sie macht dann Dinge, ohne vorher über die Konsequenzen nachgedacht zu haben. Sie "surft" also in diesem amtlichen Verzeichnis, ohne dienstlichen Grund und ohne darüber nachzudenken, dass sie das gar nicht darf. Eigentlich total doof, weil sie echt nicht dumm ist und eine entsprechende Ausbildung genossen hat.

Jetzt überlegen wir, ob man diesen Datenschutzverstoß nicht auf das ADHS schieben kann.

Was meint ihr da bitte und evtl. irgendwelche Kommentierungen ...? Ich habe leider nichts Konkretes bzgl. ADHS gefunden.

Dankeschön.

LG


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion