GesamtSchwV ist jetzt Chef über Örtliche SchwV (Wahlen)

andre-sven, Hessen, Sunday, 12.12.2010, 09:42 (vor 5793 Tagen) @ hackenberger

Hallo Bernhard,
mittlerweile habe ich bereits die 1. Klage laufen und mein Anwalt ist dabei, die Klage vorzubereiten. Desweiteren wird es noch zu einer 2. Klage kommen. Denn Fall habe ich euch auch geschildert. Mein Anwalt hat als Sachgebiet öffentlicher Dienst.

Dir möchte ich Danke sagen für deine schnelle Antwort. Vieles was du mir geschrieben hast, war und ist mir bekannt. Leider war meine Amtszeit bereits Anfang Dezember abgelaufen und somit wurde er direkt danach GSchwV.

Ich werde auf alle Fälle diesem Anwalt die ganzen Emails geben und bitten, meine Interessen wieder mal wahrzunehmen. Ohne diesen werde ich auch hier nicht weiterkommen. Hier kann es spannend werden, weil dieser GSchwV auch Anwalt ist. Weißt du, der Arbeitgeber hatte mit mir sehr große Schwierigkeiten, weil ich alle Mißstände aufgedeckt habe und darum bat, diese Mißstände abzustellen. Mit der AGBeauftragten gabs und gibt es Ärger. Diese Person vertritt die Schwerbehinderten nicht. In Dingen, die ich gestartet hatte, wurde definitiv mir viele Steine in den Weg gelegt, aber trotzdem bin ich mir treu geblieben und kann jetzt in den Spiegel sehen, das ich meine Arbeit ehrlich gemacht habe. Deswegen hat man im Vorfeld diese Person richtig geimpft, wie man sich die Zusammenarbeit vorstellt.

Zur Wahl kann ich nur noch sagen, dass er sich sogar selber gewählt hat, weil ich selber ein Stimmzettel ohne Kreuz abgegeben habe.

» Weiterhin wurde uns mitgeteilt, keinen Kollegen mehr zu helfen, die
» nicht mindestens gleichgestellt sind oder einen anerkannten Grad der
» Behinderung hätten. Des weiteren wurde untersagt, das wir zu den Kollegen
» fahren (oft sind diese an anderen Standorten und nicht im Haupthaus). Die
» Kollegen müssten in Zukunft erst selber die Anträge stellen.

Das ist ein glatter Verstoß gegen das SGB IX und erfüllt den Sachverhalt der Mandatsbehinderung, also wäre ein Verstoß über den ein Gericht in einem Klageverfahren zu entscheiden hätte.

"… erst selber die Anträge stellen"

Mit diesen Anträgen sind alle Anträge gemeint, ob Antrag auf Schwerbehinderung, Antrag auf Hilfsmittel uns. Alles dies sollen die Kollegen selber machen und erst nach Ablehnung könnte man sich ja an ihn wenden. Da ich ja die betroffenen Kollegen kenne, werden diese sich nicht an ihn wenden, weil er eine Sprache spricht, die die Kollegen nicht verstehen.

Ich selber musste mein Handy, meine Fahrerlaubnis für Dienstfahrzeuge, den Parkausweis, die BahnCard abgeben, weil ich diese Dinge ja nur für die Arbeit als GSchwV bekommen hatte. Ich bat ihm schriftlich darum, mir dabei zu helfen, trotz allem diese Dinge nochmals zu beantragen. Als Antwort bekam ich von ihm, ich möge doch im sagen, welche Kollege/Kollegin mich um Hilfe geben hat. Erst dann könnte er entscheiden, ob es gut wäre, das ich zu diesen Kollegen fahre. Bis jetzt und auch in Zukunft werde ich diese Kollegen am Arbeitsplatz etc. aufsuchen. Er selber fährt nicht zu den Kollegen, sondern lässt sich die Unterlagen zusenden, um die Anträge … zu bearbeiten und zu fertigen.

Was ich auch noch schlimm jetzt finde, das die Kollegen, die von Behinderung betroht sind, nicht helfen will. Oft bin ich in meiner abgelaufenen Amtszeit von der Personalstelle, von Vorgesetzten etc. gebeten worden, sich auch um Kollegen zu kümmern, die lange krank waren und auch sind. Diese Kollegen waren / sind nicht schwerbehindert. Ich habe dies als Selbstverständlich gesehen, diesen zu helfen.

Der Personalrat war auf meiner Seite und ich habe diesen dann immer eingeschaltet. Gegen den Personalrat vor Ort läuft momentan ein Verfahren, welches ich gestartet habe. Den Fall habe ich auch hier geschildert.

Auf alle Fälle werde ich jede Email abheften und dann bei einem Treffen der ganzen Vertretungen ihn darum fragen, warum er dies macht. Diesen Fall habe ich bis jetzt schon an die Kollegen weitergegeben, mit denen ich gut zusammengearbeitet habe. Es kam von denen auch den Vorschlag, diesen Kollegen beim Treffen die Meinung zu sagen. Als Kommentar bekam ich auch noch zu hören, dass dies keine gute Zusammenarbeit wird.

Viele Grüße


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