GesamtSchwV ist jetzt Chef über Örtliche SchwV (Wahlen)
Hallo Bernhard,
es hat sich nichts geändert, es ist höchstens noch schlimmer geworden. Mittlerweile wurde mir von der Personalstelle mitgeteilt, das alle Entscheidungen, die zwischen der Gesamtschwerbehindertenvertretung und der Personalstelle vereinbart wird, ich zu befolgen habe. Das geht schon soweit, das bestimmte Termine, wie Arbeitsstättenbegehung etc. von der Gesamtvertretung war genommen wird. Er teilte mir per Email mit, das er in Zukunft diese Begehungen etc. an die örtliche Vertretung übergibt, aber er sich immer noch selbst entscheidet, ob er dies macht oder die örtliche Vertretung. Ich bin mit ihm schon so weit, das ich alles schriftlich mache. Er hat auch bereits eine Email von mir bekommen, wo alles genau drin steht, was seine Aufgaben sind und was nicht. Aber darauf reagiert er nicht.
Mittlerweile bin ich soweit, das ich jetzt wirklich gegen ihn per Rechtsanwalt vorgehen muss. Ich hatte in der Vergangenheit auch Arbeitsmaterial bestellt, und dies wurde abgelehnt, weil einmal ja die Neuwahlen anstanden. Jetzt hat er ja alle Zeitschriften, Gesetze etc. kündigen lassen, weil dies zu viel Geld und Arbeitszeit kostet. Es reicht ja, wenn er dies hat. Vor Ort benötigen wir ja nicht die aktuellen Fassungen. Er hätte sie ja und wir könnten dies abrufen. Aber mit mir nicht. Mittlerweile habe ich diese Dinge wieder bestellt. Mal sehen, was jetzt wieder in dieser Sache auf mich zukommt.
Wo ich auch momentan noch dafür Kämpfe ist, das ich Kollegen direkt an den jeweiligen Arbeitsplätzen aufsuchen kann. Da ich selber behindert bin, fällt es mir ja sehr schwer, die Kollegen, die außerhalb von meiner Arbeitsstelle arbeiten, mit öffentlichen Verkehrsmittel besuchen zu können. Oft liegen die Arbeitsplätze viele Kilometer entfernt von dem nächsten Bahnhof. Meine Fahrerlaubnis für Dienstfahrzeuge wurde mir ja entzogen. Leider kann ich auch momentan nicht auf mein privates Auto zurückgreifen, weil ich dafür ja die Fahrtkosten nicht erstattet bekomme und soviel verdiene ich nicht. Ich habe auch diese Fahrerlaubnis wieder beantragt. Aber alle meine Bestellungen für Material und auch die Fahrerlaubnis wird ihm zur Bearbeitung vorgelegt.
Was soll man dazu sagen. Mir geht das nicht in meinen Kopf. Hier ist für mein Verständnis ein Kampf ausgebrochen, der auf den Schultern der betroffenen und betreuten Kollegen und mir ausgefochten wird. Es geht jetzt darum, mich Mundtot zu machen, damit ich das Wahlamt aufgebe und man über die derzeitige Gesamtschwerbehindertenvertretung ein sehr ruhiges Leben hat. Weil dieser arbeitet ja indirekt für den Arbeitgeber. Und dies akzeptiere ich nicht. Der Kampf wurde aufgenommen.
Ich wünsche euch allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch.