Rücktritt der Stellvertretungen/Neuwahlen? (Wahlen)

Apanatshi, Bayern, Wednesday, 31.10.2012, 09:58 (vor 5104 Tagen)

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich stehe gerade vor einem dicken Problem.
aufgrund von Arbeitsüberlastung und der fehlenden Möglichkeiten auch als Stellvertreter ihren Aufgaben nachzukommen, werden meine beiden Stellvertreter zurücktreten, was ich sehr gut verstehen kann.
Ich selbst bin in derselben Situation und kann meine ehrenamtlichen Aufgaben als SBV nicht mehr nachkommen, ebenso wenig meinen vertraglichen Tätigkeiten in dem erforderlichen Ausmaß was mich zunehmend unter Druck setzt und mich überfordert. Ich steuere unter diesen Umständen ohne Umweg auf ein Burnout zu.

Sind denn Neuwahlen erforderlich, wenn nur die Stellvertretungen zurücktreten oder muss ich auch zurücktreten. Wenn ich das richtig sehe, müssen Neuwahlen für Stellvertretungen erfolgen, solange ich nicht auch zurücktrete, oder habe ich da was falsch interpretiert.

Übrigens, Anträge für eine Teilfreistellung meines Stellvertreters, der mich auch in BEM unterstützt sind bereits gelaufen und abgelehnt worden.
Gleichzeitig wurde auf mich auch Druck ausgeübt und mir unterschwellig angedroht, sollte ich von der SB-Tätigkeit ebenfalls zurücktreten, dies vertragliche Auswirkungen/Veränderungen haben könnte, gleichzeitig wurde auch an meine moralische Verantwortung appelliert (wer kümmert sich denn sonst um die Belange der SB)
Im Prinzip eine Farce, was mir da gerade geboten wird und ich bin langsam des Kämpfens müde.
Zur kurzen Erklärung:
ich bin halbtags als Sekretärin des BR tätig und halbtags für das Betriebliche Eingliederungsmanagement. Diese Stelle hat der AG aufgrund der gesetztlichen Vorgaben eingerichtet und sie mit mir besetzt, da ich über die erforderlichen Kenntnisse allein aufgrund meiner fast 20-jährigen Tätigkeit als SBV angeeignet habe. Ich habe selbstständig BEM aufgebaut, das auch sehr gut von den Mitarbeitern angenommen wird.
Gleichzeitig wurden mir auch noch die "Eintreibung der Zuschüsse beim IGA sowie die Ausgleichsabgabe auf das Auge gedrückt, ohne dass irgend eine Vertretung besteht.
Auf den Hinweis "Arbeitsüberlastung" und letztendlich auch "Behinderung meiner Tätigkeit als SBV" bekomme ich eher agressive Rückmeldungen, siehe auch obige Drohung.
Im Moment weiß ich gar nicht mehr wo ich ansetzen soll und habe eigentlich für mich schon eine Entscheidung getroffen. Ich weiß nur im Moment nicht, inwieweit ich mir damit tatsächlich schade, sollte ich mein Amt auch zurückgeben. z.B. wenn der AG tatsächlich auf die Idee kommt, mir die Tätigkeit als BEM-Beauftragte und Vorsitzende des Integrationsteams wegzunehmen und mir eine ganz andere Tätigkeit zuweist, ggf. sogar mit finanziellen Einbußen. Ich glaube zwar nicht wirklich, dass das möglich ist, aber kann mich auch irren. FAkt ist auch, dass es im Haus absolut niemanden gibt, der über die Kenntnisse und Kontakte verfügt wie ich.
Vielleicht hat einer von Euch irgendwelche hilfreiche Tipps oder Hinweise, die mir die Entscheidung erleichtern könnte.
Werde mich auch kommende Woche rechtlich beraten lassen durch ver.di, vielleicht findet sich hier ja auch noch eine Lösung.

Gruß A.


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